Iris Zantinge

Iris Zantinge

Iris Zantinge ist Juristin für Produktrecht (jurist productrecht) bei MAAK Advocaten in Amsterdam. Ihre Praxis konzentriert sich auf die juristischen Fragen, die entstehen, wenn Produkte Schäden verursachen oder vertraglichen Vereinbarungen nicht entsprechen. Iris verbindet vertiefte Kenntnisse des Haftungsrechts (aansprakelijkheidsrecht) mit einem scharfen Blick für die europäische Produktregulierung. Diese Kombination macht sie nämlich besonders effektiv in Fällen, in denen die Parteien sich uneinig sind, wer den Schaden trägt.

Besonders relevant ist ihre Arbeit für ausländische Hersteller, Importeure und Händler, die ihre Produkte auf den niederländischen und europäischen Markt bringen. Sie benötigen einen Ansprechpartner, der nach niederländischem Recht sattelfest ist und zugleich die grenzüberschreitende Struktur ihrer Lieferkette versteht.

Was macht Iris Zantinge zur Spezialistin für Produktrecht?

Iris Zantinge arbeitet am Schnittpunkt von Haftungsrecht und Produktrecht. Diese beiden Rechtsgebiete treffen in der Fertigungsindustrie ständig aufeinander, liegen aber selten in einer Hand. Iris versteht, wie Produktionsketten funktionieren und welche Pflichten jedes Glied darin trägt. Deshalb schaut sie über die unmittelbaren Vertragsparteien hinaus: Sie bringt die gesamte Kette in Kaart – in Karte – und bestimmt, wer tatsächlich haftet.

Diese Kettenbetrachtung ist ihr stärkstes Instrument. Ein Schaden durch ein fehlerhaftes Produkt ist nämlich selten die Folge eines einzigen Fehlers an einer einzigen Stelle. Eine defekte Komponente eines Zulieferers, ein Importeur, der die Konformitätsdokumentation nicht geprüft hat, oder ein Händler, der ein Produkt im falschen Markt vertrieben hat: Iris rekonstruiert die Ursache und bestimmt anschließend die Haftungsverteilung. Zudem arbeitet sie eng mit Spezialisten für Produktregulierung, Vertragsrecht und Streitigkeiten und Verfahren im Team Product Compliance von MAAK zusammen. Möchten Sie direkt mit ihr sprechen? Nehmen Sie Kontakt auf oder rufen Sie unter +31 (0) 20 210 31 38 an.

Was versteht man unter Produkthaftung (productaansprakelijkheid) und wann haften Sie als Hersteller?

Die Produkthaftung (productaansprakelijkheid) ist die gesetzliche Haftung eines Herstellers, Importeurs oder Händlers für Schäden durch ein fehlerhaftes Produkt. Ein Produkt ist nämlich fehlerhaft, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die man vernünftigerweise erwarten darf. Gemäß der überarbeiteten Produkthaftungsrichtlinie (EU 2024/2853) fallen inzwischen auch Schäden durch fehlerhafte Software, KI-Systeme und integrierte digitale Dienste unter dieses Regime.

Iris steht Organisationen auf beiden Seiten eines Produkthaftungsanspruchs bei. Als Klägerin hilft sie Verbrauchern und gewerblichen Abnehmern, ihre Forderung korrekt geltend zu machen. Als Beklagtenvertreterin analysiert sie die Schwachstellen des Anspruchs: Ist das Produkt tatsächlich fehlerhaft, wurde der Schaden durch den Fehler verursacht und ist die in Anspruch genommene Partei die richtige? Diese Zwei-Richtungs-Perspektive macht ihre Beratung bijgevolg – folglich – vollständig und realistisch.

Ihre Dienstleistungen bei Produkthaftung umfassen:

  • Beistand bei Ansprüchen von Verbrauchern, gewerblichen Abnehmern und Kettenparteien, national und international
  • Beurteilung technischer Dokumentation und Prüfergebnisse als Untermauerung oder Verteidigung, einschließlich der CE-Konformität
  • Haftungsverteilung in der Kette bei nicht konformen (non-conforme) oder unsicheren Produkten
  • Präventive Haftungsberatung bei Produktentwurf, Produktionsprozessen und Supply Chain
  • Koordinierung technischer Sachverständiger und Gerichtsgutachter
  • Begleitung bei Fragen zur Haftpflichtversicherung und zu strafrechtlichen Risiken

Wie löst Iris Streitigkeiten in der Produktionskette (ketengeschillen)?

Kettenstreitigkeiten (ketengeschillen) entstehen, wenn Parteien uneinig sind, wer für einen Defekt verantwortlich ist oder wer den Schaden trägt. Diese Streitigkeiten sind jedoch komplexer als ein Standardhandelskonflikt. Die Fakten sind nämlich technischer Natur, die Kette zählt mehrere Parteien und die Produktregulierung bestimmt, was jede Partei hätte tun müssen.

Iris Zantinge durchdringt diese Komplexität schnell. Sie bringt den tatsächlichen Ablauf in Karte und stellt anschließend fest, wo die Pflichtverletzung juristisch liegt. Auf dieser Grundlage wählt sie die effektivste Prozessstrategie: außergerichtliche Verhandlung, ein Eilverfahren (kort geding) bei dringendem Interesse, ein Hauptsacheverfahren (bodemprocedure) für ein endgültiges Urteil oder eine internationale Schiedsgerichtsbarkeit vor dem NAI oder der ICC.

Typische Kettenstreitigkeiten, bei denen Iris auftritt:

  • Ein Abnehmer, der Ansprüche wegen Vertragswidrigkeit (non-conformiteit) gelieferter Produkte oder Komponenten geltend macht
  • Ein Hersteller, der nach einem Produkthaftungsanspruch eines Endnutzers Regress bei seinem Zulieferer nimmt
  • Ein Importeur, der für einen Fehler in Anspruch genommen wird, der im Produktionsprozess des ausländischen Herstellers entstanden ist
  • Ein Händler, der meint, zu Unrecht für einen Schaden aus einem früheren Glied in Anspruch genommen zu werden
  • Streitigkeiten über Garantieklauseln, Konformitätsanforderungen und Qualitätsspezifikationen in Lieferantenverträgen
  • Regressforderungen zwischen Kettenparteien nach einem Produktrückruf (product recall / terugroepactie)

Praxisbeispiel: MAAK Advocaten erzielte einen Erfolg für eine Mandantin, deren Gegenpartei sich weigerte, 500.000 bestellte Produkte abzunehmen. Das Gerechtshof ’s-Hertogenbosch entschied, dass ein gültiger Kaufvertrag (koopovereenkomst) vorlag. Die Gegenpartei zahlte folglich gut 1,3 Millionen € Schadensersatz und gut 67.000 € Prozesskosten (ECLI:NL:GHSHE:2025:2680).

Welche Optionen haben Sie bei Vertragsbruch (wanprestatie) in der Fertigungsindustrie?

Ein Vertragsbruch (wanprestatie) in der Produktionskette hat andere Dimensionen als in einer Standardhandelsbeziehung. Ein Lieferant, der die CE-Dokumentation nicht liefert, ein Abnehmer, der Produkte wegen vermeintlicher Vertragswidrigkeit ablehnt, oder ein Händler, der seine Pflichten einseitig einstellt: All diese Situationen berühren nämlich zugleich das Vertragsrecht und die Produktregulierung.

Iris analysiert bei Vertragsbruch sofort drei Fragen. Ist die Pflichtverletzung schwerwiegend genug, um eine Auflösung zu rechtfertigen? Wurde die Gegenpartei rechtzeitig in Verzug gesetzt? Welchen Schaden hat Ihre Organisation erlitten und wie beweisen Sie ihn? Auf dieser Grundlage berät sie über die Erfüllung (nakoming), die Auflösung des Vertrags (ontbinding) gemäß Artikel 6:265 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs (BW) oder Schadensersatz. Bei dringendem Interesse leitet sie zudem unmittelbar ein Eilverfahren (kort geding) ein.

Zudem berät Iris zur Rügepflicht (klachtplicht) gemäß Artikel 6:89 BW. Eine verspätete Rüge blockiert Ihre Forderung nämlich vollständig, selbst wenn der Fehler evident ist. Rechtzeitiges Handeln ist daher unerlässlich.

Wie berät Iris zum Haftungsrecht außerhalb der Produktsphäre?

Haftungsrecht geht über die Produkthaftung allein hinaus. Iris Zantinge berät daneben zur unerlaubten Handlung (onrechtmatige daad), zu Schäden aus Vertragsbruch und zur Haftungsverteilung bei komplexer Schadensverursachung. Dazu gehören unter anderem:

  • Unerlaubte Handlung (onrechtmatige daad): Inanspruchnahme außerhalb einer vertraglichen Beziehung, etwa bei Schäden an einem Dritten, der keine Vertragspartei ist
  • Regress und Rückgriff: die Rückforderung des Schadens bei der Partei, die in der Kette wirklich verantwortlich ist
  • Mitverschulden und Schadensminderung: der Einfluss des Verhaltens der geschädigten Partei auf den Umfang der Ersatzpflicht
  • Quantifizierung des Schadens: die Berechnung von erlittenem Verlust, entgangenem Gewinn und zukünftigem Schaden auf eine Weise, die das Gericht überzeugt
  • Versicherung und Haftung: das Verhältnis zwischen Haftungsansprüchen und Versicherungsansprüchen, einschließlich Deckung und Ausschlüssen

Wie verteidigt Iris Ihr Unternehmen bei Kontrollmaßnahmen der NVWA oder ILT?

Bei Kontrollmaßnahmen durch Aufsichtsbehörden steht nämlich viel auf dem Spiel: finanziell, aber auch für die Reputation und Marktposition Ihrer Organisation. Das Motto lautet stets gleich: Lassen Sie Ihre Lage so schnell wie möglich beurteilen und begrenzen Sie damit den (Reputations-)Schaden. Iris vertritt Unternehmen bei Durchsetzungsmaßnahmen der NVWA (niederländische Lebensmittel- und Warenaufsichtsbehörde), der Rijksdienst voor Digitale Infrastructuur (RDI), der Inspektion für Umwelt und Verkehr (ILT) und der niederländischen Arbeitsaufsichtsbehörde (NLA).

Sie tritt bei allen Formen der verwaltungsrechtlichen Durchsetzung auf:

  • Schriftliche Abmahnungen: unmittelbare Beurteilung der rechtlichen Belastbarkeit und eine Reaktion, die eine Eskalation verhindert
  • Zwangsgeld (last onder dwangsom): Analyse der Rechtmäßigkeit, Überwachung der Erfüllungsfrist und Widerspruch oder Berufung, wo erforderlich
  • Verwaltungsstrafen (bestuurlijke boetes): Prüfung der Grundlage und Anfechtung der Höhe bei ungerechtfertigten Bußgeldern
  • Produktrückrufe und Rückrufaktionen: Begleitung des gesamten Verfahrens und Begrenzung von Haftung und Reputationsschaden
  • Verkaufsverbote: nötigenfalls Aussetzung im Eilverfahren (kort geding), während das Hauptsacheverfahren läuft
  • Beschlagnahme oder Vernichtung von Produkten: Wahrung Ihrer Rechte und Forderung von Rückgabe oder Schadensersatz
  • Veröffentlichung von Verstößen („naming and shaming“): Einschreiten, um eine Veröffentlichung zu verhindern, und nötigenfalls Richtigstellung
  • Verstärkte Überwachung und Nachinspektionen: Begleitung bei der Vorbereitung und Überwachung der Befugnisse der Behörde
  • Entzug von Genehmigungen oder Abhilfemaßnahmen: Widerspruch und Berufung, nötigenfalls mit einer einstweiligen Verfügung, um die Maßnahme auszusetzen

Neben der Verteidigung begleitet Iris Ihre Organisation zudem beim offensiven Einsatz von Aufsichtsbehörden. Wenn ein Wettbewerber Produktvorschriften nämlich strukturell nicht einhält, kann die gezielte Einschaltung der NVWA oder ILT das gleiche Wettbewerbsfeld wiederherstellen.

Wie stellt Iris Verträge auf, die Ihr Haftungsrisiko begrenzen?

Der beste Schutz gegen Haftungsansprüche ist ein gut ausgearbeiteter Vertrag. Eine nach niederländischem Recht aufgesetzte Vereinbarung, die klare Konformitätsanforderungen stellt und die Haftungsverteilung festlegt, begrenzt das Risiko von Streitigkeiten. Zudem stärkt sie Ihre Position, wenn ein Streit dennoch entsteht.

Iris stellt Lieferantenverträge (leverancierscontracten) mit Konformitätsverpflichtungen und Haftungsbeschränkungen auf. Zudem beurteilt sie Vertriebsvereinbarungen (distributieovereenkomsten) auf Haftungsrisiken und erstellt Allgemeine Geschäftsbedingungen (algemene voorwaarden) mit juristisch belastbaren Haftungsausschlüssen (exoneratieclausules). Daneben berät sie zu Freistellungsklauseln (vrijwaringsclausules), mit denen Kettenparteien vereinbaren, wer den Schaden bei einem Haftungsanspruch trägt. Diese Freistellungsklauseln sind in der Fertigungsindustrie nämlich von entscheidendem strategischem Wert.

Welche Kosten entstehen bei einer Rechtsberatung zum Produktrecht?

Die Kosten hängen von der Komplexität des Falles und dem Arbeitsumfang ab. Iris arbeitet bei MAAK Advocaten in der Regel auf Stundenbasis. Zudem bietet MAAK den LAAP-Ansatz (Law As A Product) an: einen Festpreis pro abgegrenztem juristischem Produkt, etwa eine Haftungsanalyse, einen Vertrags-Review oder einen Compliance-Scan Ihrer Supply Chain. So weiß Ihre Organisation im Voraus genau, welche Kosten anfallen.

Iris bespricht die Kosten stets transparent im Voraus. Dabei wägt sie ab, was präventive Beratung im Vergleich zu den Kosten eines Haftungsverfahrens oder eines Produktrückrufs einspart. Ein kostenloses Kennenlerngespräch ist jederzeit möglich. Rufen Sie unter +31 (0) 20 210 31 38 an oder senden Sie eine E-Mail an .

Warum entscheiden sich Unternehmen für Iris Zantinge als Juristin für Produktrecht in Amsterdam?

Iris Zantinge ist die Juristin für Organisationen, die mit Produkten konfrontiert sind, die Schäden verursachen oder Anlass zu einer Kettenstreitigkeit geben. Ihre analytische Herangehensweise und ihre breite haftungsrechtliche Expertise machen sie besonders effektiv in komplexen Mehrparteienstreitigkeiten. Solche Streitigkeiten zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass die juristische Verantwortung nicht eindeutig bei einer Partei liegt.

Mandanten schätzen ihre Direktheit und ihre Fähigkeit, den Kern eines Streits schnell zu erkennen. Sie ist in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, in den Life Sciences, bei Bauprodukten, in der Elektronik und bei Konsumgütern tätig. Ob es um einen Produkthaftungsanspruch, eine Kettenstreitigkeit über Vertragswidrigkeit, eine Regressforderung gegen einen Zulieferer, die Verteidigung bei einer NVWA-Durchsetzungsmaßnahme oder das Aufsetzen haftungsfester Lieferantenverträge geht: MAAK Advocaten in Amsterdam steht ausländischen wie niederländischen Unternehmen zur Seite.

Haben Sie eine Frage zum Produktrecht, zur Produkthaftung oder zu einer Streitigkeit in der Produktionskette? Kontaktieren Sie Iris Zantinge für ein unverbindliches Gespräch. Sie antwortet innerhalb eines Werktags und gibt Ihnen umgehend eine klare Einschätzung Ihrer Lage und der besten Vorgehensweise.

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